Mediation in Gruppen und Teams - Monika Oboth
Mediation in Gruppen und Teams
Praxis- und Methodenhandbuch zur Konfliktklärung
Autor:
Monika Oboth, Gabriele Seils
Verlag:
Junfermannsche Verlagsbuchhandlung
Jahr:
2011 (4. Auflage)
Seiten:
144 Seiten
Produktart:
Buch / Softcover
ISBN/EAN:
978-3-87387-596-8
Auflage:
4., Aufl.
Einbandart:
Paperback
Maße:
170 x 240 mm / 307 g
Sprache:
deutsch
Kategorie:
Sozialpsychologie
ISBN-10:
3-87387-596-9 / 3873875969
ISBN-13:
978-3-87387-596-8 / 9783873875968
Kundenbewertung:
Lese- / Medienprobe:
Weitere Informationen von "Mediation in Gruppen und Teams":
In diesem Buch wird Praxis großgeschrieben. Für alle Phasen der Mediation wird eine Vielzahl an Methoden und Techniken vorgestellt, die durch die jahrelange Erfahrung in der Vermittlung von Team- und Gruppenkonflikten erprobt und weiterentwickelt worden sind.
Sie erleben das Handwerk der Konfliktklärung hautnah, da die Methoden an konkreten Fällen aus dem Mediationsalltag durchgespielt werden. Dabei wird neben dem methodischen Know-how die Haltung spürbar, die für die erfolgreiche Mediation von Konflikten so entscheidend ist: Präsenz, Transparenz, Empathie und Vertrauen in den Prozeß.
Das Buch ist eine Schatzkiste an Wissen, Erfahrungen, Ideen und Inspirationen für alle, die professionell mit Teams und Gruppen zu tun haben, wie z.B. Mediatoren, Moderatorinnen, Führungskräfte, Teamleiter, Projektleiterinnen, Organisationsentwickler, Lehrerinnen, Sozialarbeiter und Trainer.
Über den Autor:
Monika Oboth ist Team- und Organisationsentwicklerin, Mediatorin, Ausbilderin für Mediation, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation, Geschäftsführerin des Business Mediation Centers (BMC).
Gabriele Seils ist Journalistin, Mediatorin und Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation. Teammitglied im BMC. Sie lebt in Berlin.
Inhaltsverzeichnis von "Mediation in Gruppen und Teams":
THEORIE-TEIL
PRAXIS-TEIL
Erste Phase der Konfliktklärung in Gruppen: den sicheren Rahmen schaffen
Zweite Phase der Konfliktklärung in Gruppen: Erhebung
Dritte Phase der Konfliktklärung in Gruppen: Bearbeitung
Vierte Phase der Konfliktklärung in Gruppen: Lösungssuche
Fünfte Phase der Konfliktklärung in Gruppen: Maßnahmensicherung
Die Beschreibung eines Praxisfalls "Mehrparteienmediation" durch alle fünf Phasen
Textauszüge von "Mediation in Gruppen und Teams":
"Umgang mit Aggression und Eskalation. Wir gehen davon aus, dass Aggressionen Ausdruck einer starken, oft unterdrückten Lebensenergie sind. Wenn sie sich Bahnen bricht, schreit etwas in einem Menschen: "Ich komme so nicht mehr klar, ich brauche eine Veränderung." Das Problem ist, dass dieser Mensch genau das nicht sagt, sondern sich seine Not in Form von heftigen Angriffen, hitzigen Vorwürfen oder auch in Form von kalter Abweisung zeigt und deshalb auf der anderen Seite wiederum Wut auslöst, Hilflosigkeit oder Angst. Aggression wird von den meisten Menschen als bedrohlich erlebt, weil mit der Erfahrung von Aggression Ohnmacht und Verletzung verbunden sind. Im beruflichen Kontext, vor Arbeitskollegen Gefühle zu zeigen, ist oft mit Scheu verbunden.
Wut und Ärger zum Ausdruck zu bringen, unterliegt einer starken moralischen Wertung in unserer Kultur: Da hat sich jemand nicht mehr unter Kontrolle. In der Mediation betrachten wir Aggression wertfrei: nicht als etwas Böses und genauso wenig als etwas besonders Positives und auch nicht als etwas, das unbedingt ausgelebt werden muss. Wenn sie in der Mediation zum Ausdruck kommt - was meist der Fall ist -, dann nehmen wir die aggressiven Äußerungen auf, achten und betrachten sie, weil sie ein ganz klarer Indikator dafür sind, dass Bedürfnisse sehr stark im Mangel sind, oftmals lange aufgestaut. Der Anlass des aktuellen Konflikts ist in vielen Fällen nur der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Manchmal steckt hinter Aggressionen eine alte biografische Wunde - Beispiel: Eine Streitpartei ist als Kind regelmäßig damit konfrontiert worden, dass ihr bedeutsame Dinge (bspw. der Besuch des Vaters an ihrem Geburtstag, das Abholen von der Schule usw.) angekündigt worden sind und diese Ankündigungen nicht eingehalten wurden. Dies verursachte beim Kind Schmerz und chronische Verunsicherung. Möglicherweise kann ein aktueller Fall einer Nichteinhaltung von Vereinbarungen im Arbeitskontext bei dieser Person mit ihren alten Wunden eine unproportionale Wut auslösen, welche die Kollegen nicht verstehen und als verletzende Reaktion ablehnen. Wenn eine Person in einem Konflikt an einer alten Wunde oder Narbe berührt wird, kann es sein, dass ihr System Notstand ausruft und sich - mit aller Gewalt - schützen will. Dann wählt sie Angriff als Verteidigung. Menschen, die aus dieser alten Wunde heraus agieren, merken oft in dem Moment nicht, wie verletzend ihr eigenes Verhalten für andere sein kann. Aggressives Verhalten kann sich aber auch auf ganz subtile Weise äußern. Wenn jemand eine Konfrontation fürchtet und ihr ausweicht, indem er z.B. nicht auf Kontaktangebote reagiert, nicht zu Terminen kommt oder sich "bedeckt hält", verhält er sich passiv-aggressiv - das heißt: Er drückt seine Aggression nicht aktiv und direkt aus, löst mit seinem Verhalten jedoch ebenfalls Irritation, Ärger, Traurigkeit oder Unsicherheit bei anderen Menschen aus."
Listen mit dem Titel "Mediation in Gruppen und Teams":
Fachgebiete:
Geisteswissenschaften
Psychologie
Sozialpsychologie
Medizin/Pharmazie
Klinik und Praxis
Psychiatrie/Psychotherapie
Schlagworte:
Gewaltfreie Kommunikation, Hardcover, Softcover / Psychologie/Angewandte Psychologie, HC/Psychologie/Angewandte Psychologie, Konfliktlösung, Mediation
Weitere Informationen zu "Mediation in Gruppen und Teams"
Auflage:
4., Aufl.
Einbandart:
Paperback
Maße:
170 x 240 mm / 307 g
Sprache:
deutsch
Kategorie:
Sozialpsychologie
ISBN-10:
3-87387-596-9 / 3873875969
ISBN-13:
978-3-87387-596-8 / 9783873875968
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