Vergessen oder Vergeben

Bilder aus der Todeszone
Buch | Softcover
120 Seiten
2012 | 2., Aufl.
zu Klampen Verlag
978-3-86674-171-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Vergessen oder Vergeben - Alexandre Oler, David Olère
29,80 inkl. MwSt
Bilddokumente aus den Gaskammern von Auschwitz gibt es so gut wie keine. Denn die Täter setzten alles daran, mögliche Zeugen und Dokumente des industriellen Massenmords zu vernichten. So wurden auch die Mitglieder der Sonderkommandos in Auschwitz vernichtet - Juden, die unter Aufsicht der SS die Arbeit in den Gaskammern erledigen mußten: die vergasten Mitglieder des eigenen Volkes 'verwerten', rasieren, Goldzähne herausbrechen, zu den Krematorien schleifen, verbrennen, die Asche abtransportieren.Nur wenige dieser Sklaven der Gaskammer haben überlebt. Einer der Überlebenden war der Künstler David Olère, der unmittelbar nach der Befreiung begann, das Grauen künstlerisch zu verarbeiten und zu dokumentieren. Sein Sohn, der Schriftsteller Alexandre Oler, hat die Bilder seines Vaters zusammengestellt und Texte verfaßt, die in ihrer Ausdrucksstärke den Bildern nicht nachstehen. So ist mit "Vergessen oder Vergeben" ein einmaliges Dokument entstanden.'Der Künstler David Olère ist der einzige Maler der Welt, der in den Krematorien von Auschwitz-Birkenau war, ihnen lebend entkommen konnte und seinen ganzen Willen und sein ganzes Talent darangesetzt hat, in seinen Bildern präzise Rechenschaft abzulegen.' Serge Klarsfeld

Alexandre Oler, 1930 in Paris geboren, muss schon im Alter von 12 Jahren die Schule verlassen, weil er den gelben Stern trägt. Die Verhaftung des Vaters, die er selbst miterlebt, zwingt Mutter und Sohn in den Untergrund. Nach Kriegsende kann er eine Karriere in der französischen Industrie machen. Alexandre Oler lebt heute als Schriftsteller in Nizza.

David Olère, 1902 in Warschau geboren, verlässt bereits 1918 Polen. Über Berlin kommt er 1923 nach Paris, wo er Kulissen, Kostüme und Filmplakate gestaltet, vor allem für Paramout Pictures. Im Februar 1943 wird er von der französischen Polizei festgenommen und über Drancy nach Auschwitz deportiert, wo er im Sonderkommando des Krematoriums III arbeiten muss. 1945 wird er auf einen Todesmarsch nach Mauthausen geschickt. Unmittelbar nach der Befreiung durch die US-Armee am 6. Mai 1945 beginnt er, das Grauen, das er erlebt hat, in seinen Bildern zu verarbeiten. David Olère stirbt am 21. August 1985 in Paris.

Beate Klarsfeld (*1939) – Dt.-franz. Journalistin

Serge Klarsfeld (*1935) – Franz. Rechtsanwalt

Erscheint lt. Verlag 30.4.2012
Übersetzer Marianne Schönbach
Vorwort Beate Klarsfeld, Serge Klarsfeld
Sprache deutsch
Maße 210 x 210 mm
Gewicht 458 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Kunst / Musik / Theater
Sachbuch/Ratgeber Geschichte / Politik 20. Jahrhundert bis 1945
Geisteswissenschaften Geschichte
Schlagworte Auschwitz • Auschwitz (Konzentrationslager); Bildband • Birkenau • Holocaust • Judenverfolgung • Olere, David • Olére, David • Sonderkommando
ISBN-10 3-86674-171-5 / 3866741715
ISBN-13 978-3-86674-171-3 / 9783866741713
Zustand Neuware
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