Der Erfahrbare Atem in seiner Substanz
Junfermann Verlag
978-3-87387-397-1 (ISBN)
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Das Buch von Prof. Ilse Middendorf möchte vom Üben am Atem, von den entstandenen Erfahrungen und seiner Tiefe mitteilen, die sich der Atmende ermöglichen kann. Es wendet sich an Menschen, die den erfahrbaren Atem schon kennengelernt haben und darin erfahren sind. Auch jene, die sich für ihren Atem interessieren und ihn näher kennenlernen wollen, werden Anregungen und zahlreiche nützliche Hinweise finden. Den Atem kommen lassen, gehen lassen und warten bis er von selbst wiederkommt meint, ebenso empfindungsfähig wie anwesend zu sein und führt das unbewußte Körperliche zum erfahrungsfähigen Leib. Atem als Bewegung und Kraft verbindet alles mit allem und wurzelt im Raum der Substanz, dem Ursprung des Lebens. "Der erfahrbare Atem ist ein sanfter, wenn auch unerbittlicher Lehrer. Er lässt uns oft lange Zeit, dass wir uns ihm stellen und versuchen wahrzunehmen, wie weit wir uns seiner bewusst sind. Wenn wir uns ins innere Wesen einlassen, werden wir gewahr, dass sich dessen tiefste Kraft zum Ja für das, was wir sind, öffnet. Es wird uns bewusst, dass jegliches Tun und Lassen an dieser Quelle angeschlossen sein muss, um lebendig zu sein, um wirklicher am Leben teilzuhaben!" - Prof. Ilse Middendorf Einfühlsam beschreibt Ilse Middendorf in ihrem zweiten Buch den Atemprozess: übend und zugleich den Leser und die Leserin in diesen Prozess einbeziehend. Liebevoll gestaltet - mit zahlreichen veranschaulichenden Illustrationen und vielen Übungen. Einfühlsam auch Ilse Middendorfs Worte auf der beiliegenden CD.
Prof. Ilse Middendorf (1910-2009) war Begründerin der Lehre "Der Erfahrbare Atem". Nach Ausbildungen in Gymnastik, Tanz und verschiedenen Formen der Leibtherapie arbeitete sie mit Cornelis Veening. Sie war Gründerin und Leiterin des Instituts für Atemtherapie und Atemunterricht in Berlin, eine Ausbildungsstätte für Atempädagogen, das heute als Ilse Middendorf Institut für den Erfahrbaren Atem (Berlin - Beerfelden/Odw.; Inhaber Helge Langguth) bekannt ist. Sie erhielt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Berlin eine Professur und ist Autorin des Junfermann-Bestsellers "Der Erfahrbare Atem - eine Atemlehre".
"Vor tausenden von Jahren trennten sich die Männer durch ihre Bewußtseinsentwicklung von ihrer Beziehung zum Leiblichen. Sie degradierten ihn zum hinderlichen Körper, den sie wie die Herkunft von ihrer Mutter möglichst unbeachtet ließen oder als bekämpfenswert fanden, wie heute noch das männliche Körpergefühl nicht auf den Leib, sondern in den Leistungssport und ähnliches projiziert wird. Der unbeschreiblich fein organisierte Leib ist, mit dem Universum vergleichbar, ein Mikrokosmos. Wird er jedoch nur als Instrument für Vitalität oder aber für Geistiges betrachtet, bleibt er ein Körper und der Atmende erfährt nicht, was der Atem in ihm als Leib bewirkt. Heute entdecken vornehmlich Frauen, wenn sie Atem erfahren, daß ohne Leib der Geist und das seelische Wesen nicht angemessen zu erleben sind. Sie finden im Erfahrbaren Atem des Leibes ihr eigenes Seelisch-Geistiges. Ihr Geist projiziert sich nicht länger in den Mann oder in eines der männlichen Glaubenssysteme. Im Atem kehrt die Projektion an ihren Ursprung zurück. Der Ursprungsort des Geist-Seele-Leiblichen wird zur Substanzerfahrung aus dem weiblichen Prinzip. Da gibt es die kleinen Tricks mitten im Alltag, die so einfach sind und viel bewirken können: Da ist das Umschlagen der Zunge, das in jeder Lage sicher, stark und ruhig macht: Du kippst deine Zungenspitze in Richtung Kehle und atmest bei geschlossenen Lippen weiter. Du kannst es minutenlang und immer neu praktizieren. Oder du stemmst beide Fersen auf den Boden mit mittlerem Druck, die Füße sind im Fußgelenk gebeugt, die Zehenballen und die Zehen nach oben gerichtet. So förderst du deinen vitalen Atem und spürst bald mehr Kraft. Oder du läßt dich durch den Druck deiner Fingerkuppen anregen. Du weißt, daß deine Mittelfingerkuppen den mittleren Raum und das Zwerchfell in deutliche Atembewegungen bringen, die fünften und vierten Fingerkuppen den unteren Raum beleben und Zeigefinger und Daumenkuppen den oberen Raum beatmen. Diese variablen Spiele mit deinem Atem können dir in guten und in schlechten Tagen lösend, aufbauend und kraftbringend weiterhelfen. Deine Empfindungsfähigkeit wächst und bleibt schließlich im guten Lebensgefühl integriert bestehen. Da spricht uns ein wesentliches Thema an: Selbstheilkräfte. Längst sind wir dem Sinn dieses Begriffes offen - und wie weit vermögen wir ihn zu verwirklichen? Wenn wir in der Tiefe des Atems wurzeln, ist er einer der hilfreichsten Wege. Erfahren wir doch in diesem erprobten Vertrauen jene substanzhaften Kräfte, die nicht aus uns allein, sondern aus dem Unnennbaren kommen...."
| Verlagsort | Paderborn |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Gewicht | 405 g |
| Einbandart | gebunden |
| Themenwelt | Medizin / Pharmazie ► Medizinische Fachgebiete ► Psychiatrie / Psychotherapie |
| Schlagworte | Atemtherapie • Atemtherapie (allg.) • Hardcover, Softcover / Psychologie/Angewandte Psychologie • HC/Psychologie/Angewandte Psychologie |
| ISBN-10 | 3-87387-397-4 / 3873873974 |
| ISBN-13 | 978-3-87387-397-1 / 9783873873971 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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