Sprachbildung im Geschichtsunterricht
Erfolgreiche Lernprozesse im Fachunterricht Geschichte setzen eine hinreichende Sprachfähigkeit der Schülerinnen und Schüler voraus. Daher ist für das fachliche Lernen die Sprachbeherrschung entscheidend. Nur wenn es gelingt, Sprache als Lerngegenstand und nicht mehr nur als Lernmedium in den Blick zu nehmen, können Umgebungen gestaltet werden, die echte Lernprozesse ermöglichen.
Sprachbildung im Geschichtsunterricht hat immer das Ziel, fachliche Lernprozesse zu unterstützen. Damit dies besser gelingen kann, gilt es, genauer zu untersuchen, welche Bedeutung Sprache für historische Lernprozesse besitzt. Gerade die Betrachtung der kognitiven Funktion von Sprache kann helfen, tiefere Einsichten in den engen Zusammenhang von Sprache und Kognition zu erlangen. Der vorliegende Sammelband vereint Beiträge, die mit unterschiedlichen Perspektiven die Notwendigkeit der fachsprachlichen Lernprozesse und deren Besonderheiten im Fachunterricht Geschichte genauer analysieren und verstehbar werden lassen.
Tülay Altun studierte Germanistik, Geschichte, Türkisch und Deutsch als Zweitsprache/Interkulturelle Pädagogik auf Lehramt an der Universität Duisburg-Essen (UDE). Nach dem Studium arbeitete sie im German Department der Rhodes University in Südafrika. Sie absolvierte das zweite Staatsexamen an einer Schule in Köln und war von 2010 bis 2020 abgeordnete Lehrkraft am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache der UDE. Als Lehrbeauftragte war sie an verschiedenen deutschen Universitäten tätig. Aktuell ist sie Lehrerin an einer Schule im Ruhrgebiet und forscht zu den Themen ‚Sprachliche Bildung und Mehrsprachigkeit, Bildungserfolg und Migration.
Sebastian Barsch ist Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Kiel. Er war mehrere Jahre lang Förderschullehrer und ist Herausgeber zahlreicher fachdidaktischer Publikationen sowie Autor von Unterrichtsmaterialien. Zuvor war er als abgeordnete Lehrkraft am Historischen Institut der Universität zu Köln tätig, danach Leiter des Praxisphasenteams sowie stellvertretender Geschäftsführer des Zentrums für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln.
Katharina Grannemann (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und dort Projektkoordinatorin des Projekts »Sprachsensibles Unterrichten fordern«. Sie forscht zu Sprachbildung im gesellschaftswissenschaftlichen Fachunterricht und Diversitätsmanagement in Bildungskontexten.
Kathrin Gunther ist abgeordnete Lehrkraft am Institut fur Deutsch als Zweit und Fremdsprache der Universitat Duisburg-Essen (ProDaZ). Sie ist Koordinatiorin eines BISS (»Sprache durch Bildung und Schrift«)-Verbundes sowie Lehrbeauftragte am Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sprachbildung im Geschichtsunterricht und Migration und Mehrsprachigkeit in Unterricht und Schule.
Handro, Saskia, Dr., ist Professorin für Didaktik der Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der historischen Lehr- und Lernforschung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der massenmedialen Vermittlung von Geschichte, der historischen Schulbuchforschung, des historischen Textverstehens und der Geschichte des Geschichtsunterrichts.
PD Dr. Olaf Hartung ist Lehrer fur Deutsch, Geschichte, Gesellschaftslehre und Deutsch als Ziel-/Zweitsprache an der Integrierten Gesamtschule Solms und Lehrbeauftragter fur Geschichtsdidaktik an der Justus-Liebig-Universitat Gießen.
Dr. Alexander Heimes ist stellvertretender Schulleiter am Anne-Frank-Gymnasium in Aachen und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl fur Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der RWTH Aachen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sprachbildung im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht sowie dem bilingualen Geschichtsunterricht.
Prof. Dr. Christian Kuchler ist Professor fur Didaktik der Gesellschaftswissenschaften an der Rheinisch-Westfalischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH). Von 2015 bis 2017 leitete er das Cluster »Gesellschaftswissenschaften« im Projekt »Sprachsensibles Unterrichten fordern«.
Kristina Matschke (M.A.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Sie forscht zu Linguistischer Unterrichtsforschung, Bildungssprache /Sprache im Fach und Gesprachsforschung.
Prof. Dr. Jutta Magdefrau ist Inhaberin des Lehrstuhls fur Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Empirische Lehr-Lernforschung an der Universitat Passau. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Unterrichtsforschung und Lehrerbildungsforschung.
Prof. Dr. Andreas Michler ist Professur fur Didaktik der Geschichte an der Universitat Passau. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Arbeitsauftrage im Geschichtsunterricht, außerschulische Lernorte sowie deutsch-tschechische Erinnerungsorte.
Sven Oleschko ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl fur Didaktik der Sozialwissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universitat Munster (WWU) und arbeitet dort im Projekt »Sprachsensibles Unterrichten fordern«.
Matthias Sieberkrob (M. Ed.) ist Lehrkraft fur besondere Aufgaben und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte an der Freien Universitat Berlin. Von 2014 bis 2017 war er wissenschaftlicherMitarbeiter im Projekt »Sprachen – Bilden – Chancen: Innovationen für das Berliner Lehramt«. Er forscht zu sprachbildendem Geschichtsunterricht, historischen Lernaufgaben, historischem Erzahlen und Demokratiebildung im Geschichtsunterricht.
Bemerkenswert ist, aus wie vielen verschiedenen - und für die Geschichtsdidaktik teilweise neuen - Blickwinkeln das Thema Sprachbildung im Geschichtsunterricht betrachtet wird. [...] Trotz weiterhin bestehender Aufgaben lässt sich insgesamt an diesem gelungenen Sammelband eines sehen: Die theoretische Fundierung von Sprachbildung im Geschichtsunterricht schreitet voran und ein vielversprechender Anfang in der empirischen Erkundung des Zusammenhangs von sprachlichem und fachlichem Lernen ist gemacht. Nun gilt es konkrete Konzepte zur Sprachförderung im Fach zu entwickeln und deren Eignung zu überprüfen. Der Sammelband 'Sprachbildung im Geschichtsunterricht' kann dafür eine Grundlage sein. Max-Simon Kaestner, in: Sehepunkte 19/2019.
Bemerkenswert ist, aus wie vielen verschiedenen - und für die Geschichtsdidaktik teilweise neuen - Blickwinkeln das Thema Sprachbildung im Geschichtsunterricht betrachtet wird. [...] Trotz weiterhin bestehender Aufgaben lässt sich insgesamt an diesem gelungenen Sammelband eines sehen: Die theoretische Fundierung von Sprachbildung im Geschichtsunterricht schreitet voran und ein vielversprechender Anfang in der empirischen Erkundung des Zusammenhangs von sprachlichem und fachlichem Lernen ist gemacht. Nun gilt es konkrete Konzepte zur Sprachförderung im Fach zu entwickeln und deren Eignung zu überprüfen. Der Sammelband 'Sprachbildung im Geschichtsunterricht' kann dafür eine Grundlage sein. – Max-Simon Kaestner, in: Sehepunkte 19/2019.
| Erscheinungsdatum | 31.08.2018 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Maße | 170 x 240 mm |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Pädagogik ► Schulpädagogik / Grundschule |
| Schlagworte | Bilingualer Unterricht • Geschichtsdidaktik • Gesprächsanalyse • Gesprächsanalyse • Inklusion • Kognitive Prozesse • Lehrerintention • Lernaufgabe • Scaffolding • Schulbuch • Schulpädagogik • Schulpädagogik • Sprachdidaktik • Sprache • Sprachförderung • Sprachförderung • Sprachhandeln • Sprachsensibler Geschichtsunterricht • Sprachsoziologie • Sprachsoziologie Sprache Geschichtsdidaktik Sprachhandeln kognitive Prozesse Sprachförderung Inklusi |
| ISBN-10 | 3-8309-3619-2 / 3830936192 |
| ISBN-13 | 978-3-8309-3619-0 / 9783830936190 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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