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Wertorientierte Managementvergütung: Traditionelle und wertorientierte Kennzahlen als Bemessungsgrundlage - Michael Krämer

Wertorientierte Managementvergütung: Traditionelle und wertorientierte Kennzahlen als Bemessungsgrundlage

Buch | Softcover
96 Seiten
2015
Diplomica Verlag
978-3-95934-719-8 (ISBN)
44,99 inkl. MwSt
Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs um knappe finanzielle Ressourcen sind Unternehmen angehalten, ihre Entscheidungen am Interesse der Anteilseigner auszurichten. Vor diesem Hintergrund rückt die Zielsetzung einer adäquaten Umsetzung des Shareholder-Value-Gedankens im Sinne einer Steigerung des intrinsischen Marktwerts des Eigenkapitals in den Mittelpunkt des unternehmerischen Geschehens. Zur Erreichung dieser Zielvorgabe sind die teilweise divergierenden Interessen von Manager und Eigentümer durch die Implementierung eines geeigneten finanziellen Anreizsystems in Einklang zu bringen. In diesem Zusammenhang rückt primär die Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage in den Vordergrund. Entsprechend ist zu überprüfen, inwieweit die verschiedenen theoretischen sowie praxisgeläufigen Kennzahlen in der Lage sind, den definierten Beurteilungskriterien gerecht zu werden, um eine anreizkompatible Bemessungsgrundlage für die wertorientierte Managemententlohnung darzustellen.

Textprobe: Kapitel 2.1. Konzeptionelle Grundlagen des Shareholder Value-Gedankens: Seit Beginn der achtziger Jahre hat die wertorientierte Unternehmensführung, welche als ganzheitliche Konzeption das operative sowie strategische Management zum Gegenstand hat, zuerst bei börsennotierten Gesellschaften, später auch bei mittelständischen Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das im angelsächsischen auch als Value Based Management bezeichnete Führungskonzept basiert dabei auf dem durch Alfred Rappaport begründeten Shareholder Value-Ansatz. Publik wurde dieser durch den im Jahr 1986 veröffentlichten Beitrag "Creating Shareholder Value". Trotz der Benennung des Shareholders bezieht sich dieses Konzept grundsätzlich nicht nur auf den Aktionär, sondern umfasst allgemeiner - unabhängig von der vorliegenden Rechtsform - sämtliche Eigentümer einer Unternehmung. Nach Rappaport besteht der ökonomische Wert einer Unternehmung aus der Summe der Marktwerte von Eigen- und Fremdkapital, wobei der Shareholder Value dem Marktwert des Eigenkapitals entspricht. Zu dessen Ermittlung wird der in Zukunft ins Unternehmen fließende Free-Cashflow, das heißt jener Cashflow, der der Befriedigung der Zahlungsansprüche aller Kapitalgeber zur Verfügung steht, mit dem durchschnittlich gebundenen Kapitalkostensatz diskontiert und um den Marktwert des Fremdkapitals vermindert. Anteilseigner orientieren sich bei ihren Investitionen in das Unternehmen an den künftig zurückfließenden Zahlungsströmen in Form von Entnahmen oder auch Dividenden. Insofern wird jeder Investor zur Deckung der eigenen Konsumausgaben versuchen, möglichst den aus seinem individuellen Einkommensstrom erzielten Nutzen im Zeitablauf zu maximieren. Um dies zu gewährleisten, müsste sich die Unternehmensführung bei ihren Investitionsentscheidungen an den Nutzenfunktionen der Shareholder, welche sowohl die individuellen Zeit- als auch Risikopräferenzen beinhalten, orientieren. Diese subjektiven und daher nicht als identisch zu betrachtenden Präferenzen sind jedoch im Allgemeinen nicht bekannt. In Anbetracht dessen besteht für die Unternehmung nicht die Möglichkeit, dem Leitgedanken der Nutzenmaximierung nachzugehen. Einen Ausweg aus dieser Problematik bietet die Marktwertmaximierung, welche die notwendige Rücksichtnahme auf die individuellen Präferenzen der Anteilseigner durch die Verwendung von Marktpreisen zu Bewertungen der Cashflows umgeht. Die Existenz eines vollkommenen sowie vollständigen Kapitalmarkts wird hierbei als notwendige Voraussetzung erachtet. Unter diesen Annahmen bildet die Veränderung des Marktpreises die Auswirkungen der unternehmerischen Aktivitäten auf den Zahlungsstrom ab. Somit ergibt sich für den als Käufer wie auch als Verkäufer agierenden Marktteilnehmer die Möglichkeit, jeden beliebigen Cashflow, unabhängig von dessen Höhe, zeitlicher Struktur sowie Risikostruktur, zu einem gegebenen und damit identischen Preis zu handeln. Als Konsequenz resultiert für Investoren daher, dass diese durch ihre Handlungen am Kapitalmarkt, sei es Kauf oder Verkauf, den eigens präferierten Konsumstrom erzielen. Es besteht für die Unternehmen nun nicht weiter die Notwendigkeit, sich an den Präferenzen der Anteilseigner zu orientieren, da eine Erhöhung des Marktwertes ebenfalls eine Steigerung des erwarteten Nutzens der Marktteilnehmer impliziert. Auch wenn diese Annahmen als realitätsfern angesehen und daher nicht ohne weiteres auf die Realität übertragen werden können, findet die Marktwertmaximierung als zulässiger Ansatz zur Vereinfachung dennoch weitestgehend Akzeptanz. Die Gründe für die weitreichende Verbreitung der wertorientierten Unternehmensführung sind vielfältig. Aufzuführen sind unter anderem die Übernahme- und Akquisitionswelle Ende der achtziger Jahre, neue Kommunikations- bzw. Informationstechnologien sowie eine Vielzahl an institutionellen Investoren wie Versicherungen oder auch private und öffentliche Pensi

Sprache deutsch
Maße 155 x 220 mm
Gewicht 163 g
Themenwelt Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management Unternehmensführung / Management
Schlagworte Kennzahlen • Vergütungssysteme • Wertorientiertes Management
ISBN-10 3-95934-719-7 / 3959347197
ISBN-13 978-3-95934-719-8 / 9783959347198
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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