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Wolf Shadow - Magische Versuchung (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2011 | 1. Aufl. 2011
480 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-8025-8582-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Wolf Shadow - Magische Versuchung - Eileen Wilks
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In ihrem neuen Job als Agentin in einer Spezialeinheit des FBI zur Aufklärung von magischen Verbrechen hat Lili Yu alle Hände voll zu tun. Sie soll den charismatischen Anführer eines Kults aufspüren, der eine uralte böse Macht beschwören will. Als dieser Lili in eine Falle lockt, gerät ihre ganze Welt aus den Fugen. Ihre einzige Hoffnung ist Rule Turner, mit dem sie eine besondere Magie verbindet. Trotz der Leidenschaft, die beide füreinander empfinden, weiß Lili nur wenig über den gut aussehenden Werwolf. Doch ihr bleibt keine andere Wahl, als ihm zu vertrauen, wenn sie ihr Leben retten und den Fall lösen will. 'Eileen Wilks ist eine bemerkenswert talentierte Autorin. Sie verspricht einer der ganz großen Namen in der Frauenunterhaltung zu werden.' Romantic Times



<p>Eileen Wilks wurde in Texas geboren und lebt seit über dreißig Jahren in der westtexanischen Stadt Midland. Seit 1996 schreibt sie Liebesromane, die regelmäßig auf die amerikanische Bestsellerliste gelangen, und wurde mehrfach für den RITA Award und den Romantic Times Award nominiert.</p>

Eileen Wilks wurde in Texas geboren und lebt seit über dreißig Jahren in der westtexanischen Stadt Midland. Seit 1996 schreibt sie Liebesromane, die regelmäßig auf die amerikanische Bestsellerliste gelangen, und wurde mehrfach für den RITA Award und den Romantic Times Award nominiert.

 

Prolog

Die Besucherhalle war gewaltig. Hier drinnen war es heiß und lärmend wie in einem dröhnenden Ofen, der sich in den Überresten eines alten Vulkans befand. Gan huschte über den steinigen Boden, so schnell ihn seine kurzen Beine trugen, und hielt Ausschau nach Schatten. Von Zeit zu Zeit verschoben sich die Felsspalten. Wo gestern noch ein harmloser Schatten gewesen war, ging es heute womöglich senkrecht in die Tiefe. Und man machte sich lächerlich, was fast genauso schlimm war.

Die Halle hatte kein Dach. Die Wände stiegen steil in die Höhe, hoch in den offenen Himmel, der schwarz und leer über dem Rand des Kraters stand. Diese Leere ließ Gans Haut kribbeln, obwohl er wusste, dass Xitils Lieblinge ihn nicht behelligen würden. Nicht dieses Mal.

Er traf auf Höflinge, die miteinander plauderten oder sich zwischen den gemeißelten Säulen zankten, die vom Boden emporragten – hier ein vierzehn Fuß hoher Granitphallus, dort ein klaffendes Maul aus Onyx, groß genug, um einen Ochsen zu verschlingen.

Nicht, dass auch nur die Hälfte dieser Dummköpfe gewusst hätte, was ein Ochse ist, dachte Gan mit einem Naserümpfen und umrundete ein Paar rosige Lippen aus Bergkristall. Gan dagegen wusste es sehr wohl. Er war vielleicht jung, er war vielleicht klein, aber er wusste mehr über die Welt der Menschen als jeder Einzelne von ihnen.

Eben aus diesem Grund hatte man ihn gerufen. Eine Mischung aus Furcht und Vorfreude jagte Gan einen Schauer über den Rücken. Es war gefährlich, die Aufmerksamkeit der Gefürchteten auf sich zu ziehen.

Aber, oho, es versprach interessant zu werden.

Gan war so sehr mit seiner Vorfreude beschäftigt, dass er ein wenig zu eilig um eine eisenharte Kralle herumtrabte – und vornüber zu Boden stürzte. Seine Herzen schlugen heftig vor Entsetzen.

Ein langer Schlangenschwanz, stachelig und todbringend, peitschte über seinen Kopf hinweg.

Dummkopf!, schalt sich Gan stumm. Wie konnte er nur in der Halle mit offenen Augen träumen! Schließlich war er ein ausgewachsener Dämon und kein zwei Jahre alter Kobold. Beinahe wäre er gegen eine von Xitils Klauen geprallt. Man vermied es tunlichst, eine Klaue aufzuschrecken. Ihre Reflexe waren so flink, wie ihr Verstand langsam.

Wenigstens hatte Gan einen echten Zusammenstoß gerade noch vermeiden können, denn berührt hatte er die Klaue nicht.

„Was haben wir denn da?“, tönte eine schrille Stimme hoch über Gans Kopf. Diese Klaue war weiblich, zu einem großen Teil zumindest, entschied Gan. „Ein Insekt?“

Gan hielt den Blick fest auf den staubigen Steinboden gerichtet, aber aus den Augenwinkeln sah er einen schuppigen Fuß, so lang wie einer seiner Arme. Die Krallen, die aus den vier dicken Zehen ragten, waren dick, gelb und scharf.

Nicht atmen – noch nicht, sagte er sich. Die unmittelbare Gefahr war vorüber, aber Xitils Klauen waren nicht nur leicht beleidigt, sondern auch dumm.

„Vielleicht.“ Die zweite Stimme war rauer, möglicherweise männlich und kam links von der ersten. Gan, der so weit wie möglich nach rechts schielte, konnte nur einen kurzen Blick auf ein weiteres Paar Füße mit dicken Krallen werfen. „Oder irgendein Parasit. Tritt lieber drauf.“

„Erhabene“, quiekte Gan, „ich bitte tausendfach um Entschuldigung. „Ich verdiene es, zertreten, ja, platt getreten zu werden, weil ich Euch gestört habe, aber ich bitte Euch, haltet Euren Fuß zurück. Ich bin gerufen worden.“

„Gerufen worden?“ Ein Fuß mit langen Krallen legte sich um Gans Rippen. Träge rollte die Klaue Gan auf den Rücken. Nun starrte er hoch in das goldene Schimmern ihres vorstehenden Augenpaares. „Glaubst du, er ist dumm genug, in solch einer Angelegenheit zu lügen?“

„Er sieht so dumm aus, dass ich ihm fast alles zutrauen würde. Tritt lieber drauf.“

„Oh, Erhabene, in der Tat war ich dumm, weil ich Euch beleidigt habe. Aber ich wäre nicht so hirnlos zu lügen, wenn es um die Gefürchtete geht. Wenn ich nicht die Wahrheit spreche, dann straft mich zweimal, dreimal – straft mich endlos –, aber jetzt lasst mich ihrem Ruf nachkommen.“ Du großer, blöder Trottel! Wenn ich dumm wäre, könnte ich doch nicht lügen. Auch nicht mit Worten. Und wenn Xitil unzufrieden ist, weil ich mich verspäte, dann wird sie auch unzufrieden sein, weil du mich aufgehalten hast.

„Falls er lügt, wird nicht viel übrig bleiben, was man bestrafen kann“, gab die Klaue zur Linken zu bedenken. „Wir zertreten ihn lieber gleich. Oder reiß ihm wenigstens diesen mickrigen Schwanz raus.“

Gan war empört. Er war recht stolz auf seinen neuen Schwanz, der vielleicht nicht so lang und gelenkig wie der der Klaue war, aber wunderbar kräftig und mit hübschen Stacheln versehen.

„Nein“, sagte die Erste bedauernd. „Wenn Xitil Verwendung für dieses Insekt hat, wird sie wollen, dass er seinen jämmerlichen Stummelschwanz behält. Später“, entschied sie. „Ich werde ihn später bestrafen. Wie ist dein Rufname, Insekt?“

„Man ruft mich Gan, Erhabene.“ Mögen die Würmer dich fressen.

„Du hast Glück, Gan, weil ich mich der Laune der Gefürchteten beugen muss, die dich vielleicht unversehrt bevorzugt. Ich lasse dich frei.“

„Danke, Erhabene.“ Gan rappelte sich auf und entfernte sich langsam, rückwärts gehend und sich immerzu verbeugend. „Mögen Eure Krallen stets wachsen und schärfer werden, damit Ihr Eure Beute aufs Trefflichste zerreißen könnt.“ Und möge Eure Beute sich nicht totlachen über Eure Dummheit.

Endlich außer Reichweite der Klauen, gab Gan besser auf seine Umgebung acht, während er zum Ende der Halle eilte, wo es am heißesten war. Hier glühten in einem dumpfen Rot die Felsbrocken, die in einem kunstvollen Durcheinander um den Eingang zu dem Tunnel arrangiert waren, der zu Xitils privaten Gemächern führte. Höflinge fanden sich an diesem Ende der gewaltigen Halle nicht. Wenn Xitil ihre Untertanen zu sehen wünschte, dann kam sie zu ihnen. Und ungeladen würde sie keiner aufzusuchen wagen.

Gan war geladen. Ängstlich und mit stolzgeschwellter Brust im Bewusstsein seiner eigenen Wichtigkeit – ganz zu schweigen von sehr heißen Füßen – trat Gan über die Schwelle.

Sofort fühlte er sich besser, denn die unbehauene Felsendecke des Tunnels war nirgendwo höher als zwanzig Fuß. Es gab nur eine zur besseren Verteidigung angelegte scharfe Biegung – ein Zeichen von Xitils Selbstbewusstsein. Seit langer, langer Zeit hatte niemand mehr versucht, sie zu entthronen.

Schließlich wurde der Gang schmaler; nur wenige ihrer Höflinge und keiner der Adeligen konnten ihre Gemächer in aufrechter Haltung betreten. Gan dagegen schon. Mit gerunzelter Stirn trottete er auf das pinkviolette Licht am Ende des Ganges zu. Pink bedeutete für gewöhnlich, dass sie gut gelaunt war, oder vielleicht auch lüstern. Violett dagegen …

Gan trat aus dem heißen, trockenen Tunnel in dampfenden, pinkfarbenen Nebel, als wenn die Luft selber in der Hitze, nach der es Xitil verlangte und die sie verströmte, schwitzte. Der Boden aus poliertem Obsidian war nass und glitschig. Und dort, auf viele Kissen gebettet, lag Xitil, die Gefürchtete – Felsformerin und Tyrannin, Wettermeisterin und Höllenfürstin –, und sah ihn an. Ehrfurcht und Lust gleichermaßen überkamen Gan, und er blieb wie gebannt stehen.

„Gan.“ Ihre Stimme schnurrte durch den Nebel wie eine Liebkosung. „Komm her.“

Vor Furcht und Erregung zitternd, gehorchte er.

Ihre enorme, wellige Gestalt glitzerte in dem diffusen Licht, das Fleisch so rosig und feucht wie eine erregte Vulva. Und in jeder ihrer Rollen und Falten witterte Gans üther-Sinn viele köstliche Leben. Ihre vordersten Arme waren gebeugt, damit sie sich darauf stützen konnte. Die mit Juwelen besetzten Krallen hatte sie halb eingezogen.

Seit Kurzem hatte Xitil eine Vorliebe für Brüste. Sie hatte sich sechs davon wachsen lassen, und das oberste Paar war nackt. Die Brustwarzen waren harte kleine Knöpfe, umrahmt von einer Aureole, so rot wie ihre Augen – die sie nun amüsiert zusammenkniff.

„Gan“, flüsterte sie, „du hast meinen Gast nicht begrüßt. Tu es.“

Erschrocken hielt er inne und sah sie aus mit vor Angst geweiteten Augen an. Würde er bestraft werden? Zwar hatte sie ihm befohlen, zu ihr zu kommen, aber … gehorche, Dummkopf, sagte Gan sich. Er riss seinen Blick von Xitil los und staunte, als er erkannte, wer – oder was – sich links neben Xitils Ruhebett befand.

Ein Mensch. Wie seltsam. Von Zeit zu Zeit ließen sie sich blicken – viele der Höflinge hatten private Abmachungen mit einem oder mehreren dieser Art –, aber warum wollte Xitil, dass Gan die Bekanntschaft eines Menschen machte?

Nein, korrigierte er sich eine Sekunde später. Dies war kein Mensch, auch wenn sie diese Form angenommen hatte. Sie hatte ihre Energien verhüllt, so dass Gan nur wenig davon wahrnehmen konnte … aber das, was er wahrnahm, ließ ihn erneut erschaudern.

Die Gerüchte stimmten also. Xitil hatte eine sehr merkwürdige Verbündete.

Oder hatte sie vor, sie zu verspeisen? Sicher würde selbst sie es nicht wagen … aber Gan war befohlen worden, den Gast der Gefürchteten zu grüßen, nicht Vermutungen anzustellen. Er räusperte sich und verbeugte sich tief. „Verehrte, vergebt mir, wenn ich Euch in meiner tiefen Unwissenheit falsch anspreche.“

Das Mädchen – denn so sah sie aus, wie ein...

Erscheint lt. Verlag 23.3.2011
Reihe/Serie Wolf-Shadow-Reihe
Wolf-Shadow-Reihe
Wolf-Shadow-Reihe
Übersetzer Stefanie Zeller
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Original-Titel Mortal Danger
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Dämonen • Dämonenjäger • Drache • Drachen • Erotik • Fantasyliteratur • Fantasyroman • Fantasy Romance • Fantasy-Serie • Geheimnis • Gestaltwandler • Kreatur • Krimi • Paranormal • Romantische Fantasy • Schatten • Schattenjäger • Schattenreich • Science Fiction • Übersinnlich • Übersinnliche • Urban Fantasy • Vampir • Vampire • Werwolf
ISBN-10 3-8025-8582-8 / 3802585828
ISBN-13 978-3-8025-8582-1 / 9783802585821
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