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Die Nonnenfrau. Ein ungewöhnlicher Weg (Eine Nonne verliebt sich und tritt aus dem Kloster aus - Berührende Autobiographie)

(Autor)

Buch | Softcover
92 Seiten
2009 | 1., Aufl.
Edition Riedenburg E.U. (Verlag)
978-3-902647-13-9 (ISBN)
14,90 inkl. MwSt
Die Nonnenfrau erzählt von den Wendungen des Lebens und davon, wie ein Mädchen auf der Suche nach Verständnis zu Gott findet, weil die Überforderung zu Hause überhand nimmt. Als Pflegekraft der eigenen Mutter flüchtet die junge Frau aus dem kalten Alltag in die Gemeinschaft der Ordensfrauen und schöpft dort neuen Lebensmut. Zehn Jahre lang lebt sie als Schwester Antonia im Kloster, doch dann kommt alles anders. Als sie sich verliebt, stellt sie ihr Leben nochmals auf den Kopf ...

Karin Dachs, Jahrgang 1964, ist verheiratet, Mutter eines Sohnes und arbeitet zudem als Diplom-Pädagogin. Ihre Gedanken und Gefühle hat sie im Laufe der Zeit in zahlreichen privaten Tagebüchern niedergeschrieben. Mit diesem öffentlichen Buch gewährt sie einen Einblick in ihr Leben und lässt den Leser an ihren ungewöhnlichen Erfahrungen teilhaben.

Zutritt verboten I 8
So viele Schranken 10
Claudia geht 11
Geister, Hexen, Verstricktes 12
Keine Menschen, keine Zwerge, keine Mutti! 13
Du bleibst bei mir! 14
Im Sack 15
Der Ernst des Lebens 16
Alles ist anders 17
Ein Platz wird mir zugeteilt 19
Hedwig und Theodor 20
Wenn ich nicht aufpasse. 22
C, D, E, F, G, A, H, C. Tack, tack, tack 23
Wochenendgeschichten 25
Die Kleine voraus 26
Einmal im Monat und immer ein Samstag 27
Eine richtige Schifahrerin 28
Ein geliebtes Kind Gottes 29
Auf dem Drahtseil 31
Ganz vorn auf meinem Lieblingsplatz 33
Freischwimmer? 34
Ein Sonntag zwischen Pflicht und Fest 35
Bitte, lass sie nicht sterben! 38
Nur nicht undankbar sein 39
Der sechste Jänner 39
In der Klosterschule 41
Die Stunde der Offenbarung 43
Ehrlich währt am längsten 45
Erniedrigt 45
Intermezzo: Der Sinn des Lebens 47
Er ist fort, für immer 47
So können wir nicht weitermachen 50
Mein einziger Halt 51
Ankunft im Noviziatshaus 53
Ein heiliger Abend 55
Überraschungen 57
Ein Vorbild an Beflissenheit 58
Zu Besuch im Mutterhaus 60
Das Noviziat beginnt 61
Entscheidungshilfe 64
Aufnahmeexerzitien 65
Drum prüfe. 68
Mehr weiße als schwarze Bohnen 70
Selbstbehauptung 70
„Warum sind Sie im Kloster?“ 72
Juli 1994 75
Leere, Sehnsucht, Veränderung 75
Der Stein auf meinem Grab 77
Was wird dieser Monat bringen? 78
Ein Stein im Rollen 78
Endgültiger Abschied 81
Zutritt verboten II 83
Epilog 85

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Meine Eltern haben für mich eine Sprachreise nach Frankreich bezahlt. Mutti möchte, dass ich fahre. Elena kommt mit. Die Sonne und das Meer machen mich langsam wieder lebendiger, aber wirklich froh bin ich nicht. Den Französischunterricht schwänze ich jeden Tag. Ich liege lieber am Strand, schaue auf das Meer und träume vor mich hin. Abends sitzen Elena und ich in Lokalen und ich probiere das erste Mal eine Zigarette. Mir macht das alles keinen richtigen Spaß. Von daheim erhalte ich zwei Briefe, die mir der Pfarrer schreibt. Nach drei Wochen Frankreichaufenthalt arbeite ich für den Rest der Sommerferien im Seniorenheim als Aushilfe in der Pflege. Mutti ist eine meiner mir Anvertrauten. Im September beginnt mein letztes Schuljahr. Ein Pfarrer aus dem Nachbarort hat den Schwestern meiner Schule den Rat gegeben, mich besser ins Internat aufzunehmen. Der Pfarrhof sei kein Ort für mich, meint er. In mir reift immer mehr der Entschluss, dass ich ins Kloster gehen werde. Ich sehe sonst in allem keinen wirklichen Sinn und kann auch nicht glauben, dass mich außer Gott jemand wirklich lieben könnte. Antons Mutter lädt mich ein und erklärt mir, dass sie mich gerne als Schwiegertochter hätte. Das verblüfft mich ein wenig und ich erschrecke. Auch der Pfarrer versucht, mir das Kloster auszureden. Als ich aber nicht nachgebe, schickt er mich zu einem befreundeten Arzt, der mich untersucht und mir eine Bestätigung über meine Jungfräulichkeit ausstellt. Im Kloster hat mich danach nie jemand gefragt, der Pfarrer war der einzige Mensch, der diese sehen wollte. Da bei meiner Entscheidung, in welchen Orden ich gehen werde, der Kontakt zu Mutti weiterhin für mich das Wichtigste ist, entscheide ich mich für die Gemeinschaft, bei der ich zur Schule gehe und die Mutti aufgenommen hat. Außerdem kenne ich bereits viele Schwestern und war inzwischen schön öfter als Gast im Mutterhaus. Mit meinem Entschluss bricht für Mutti nochmals eine Welt zusammen. Ich habe alles geregelt. Meine Möbel bekommt meine Nichte Melanie. Alles, was ich im Kloster brauchen kann, nehme ich mit. Dazu gehören: meine Kleider, meine Unterwäsche, Schuhe, Toilettenzeug, meine Schulbücher und Schreibsachen. Den Schmuck gebe ich Claudia für Melanie. Das Sparbuch, mit wenig erspartem Geld, wird von Stani und Mutti aufgehoben. Die Waisenrente, der Freifahrtschein und die Kinderbeihilfe werden gekündigt. Elena, Anton und die anderen können es nicht wirklich fassen. Wir feiern Abschied und Anton verspricht, weiterhin für mich da zu sein, wenn ich ihn brauchen sollte. Obwohl alle weinen, möchte ich nur weg von hier. Den 24. Dezember verbringe ich bei Mutti und nachmittags holt mich die Generaloberin bei ihr ab. Es ist der Tag meines Eintrittes.Es ist bereits dunkel und es beginnt leicht zu schneien. Die Pförtnerin, eine kleine alte Schwester mit gebeugtem Rücken, öffnet uns das große Tor und wir fahren mit dem Auto in den Klosterhof. Ich bringe mein Gepäck ins Noviziatshaus, dort empfängt mich Isolde, eine Kandidatin, die bereits seit einigen Monaten hier lebt. „Wir müssen uns beeilen“, sagt sie, „in einer Viertelstunde beginnt in der Kapelle die feierliche Vesper.“ Ich wechsle rasch meine Kleider. Kandidatinnen tragen einen dunklen Rock, eine weiße Bluse und eine dunkle Jacke. Dann folge ich Isolde in die Kapelle. Die Sakristanin läutet die Glocke und begrüßt mich herzlich, aber schweigend. Wir betreten die Kapelle. Ich nehme Weihwasser und mache ein Kreuz. Die Generaloberin kniet bereits in ihrer Bank und blickt kurz zu mir auf. Sie lächelt mich an und gibt mir mit Handzeichen zu verstehen, dass mein Platz ganz vorne links ist. Es ist völlig ruhig hier, die Schwestern sitzen oder knien bereits auf ihrem Platz. Einige blättern in Büchern, andere knien mit geschlossenen Augen, ich nehme an, sie beten. Isolde und ich machen hintereinander eine Kniebeuge vor dem großen barocken Altar und nehmen unsere Plätze ein. Die Bank knarrt und ich hoffe, dass sich jetzt nicht alle Blicke auf mich richten. Die Kapellenuhr schlägt sechsmal, der Hausgeistliche betritt in feierlicher Kleidung die Kapelle und die Orgel ertönt. Er eröffnet die Vesper und wir beten abwechselnd die Psalmen. Zum Abschluss erteilt er den Segen und verlässt, gefolgt von der Schwester Sakristanin, die Kapelle. Alle anderen bleiben sitzen, so lange, bis sich die Generaloberin erhebt und die Kapelle Richtung Speisesaal verlässt. Von der Kapelle führt eine Tür direkt dorthin. Es ist dunkel, nur Kerzen spenden ein schwaches, warmes Licht. Ich bin überwältigt von der feierlichen Stimmung. Jede Schwester stellt sich neben ihren Platz und als endlich alle da sind, wird ein Lied als Tischgebet angestimmt. Die Generaloberin beendet das Schweigen mit einem ‚Gelobt sei Jesus Christus’, worauf alle im Chor antworten: „In Ewigkeit, Amen!“ Sie kommt auf mich zu und stellt mich den Schwestern als neues Mitglied der Gemeinschaft vor. Dabei hält sie meine Hand. Dann gehe ich von Tisch zu Tisch und begrüße jede Schwester mit einem Händedruck. Ich höre viele aufmunternde Zusprüche: „Das ist eine gute Entscheidung.“ Oder: „Ich werde für dich beten, damit du diesen Weg tapfer gehen kannst.“ Isolde und Schwester Emilie nehmen mich mit in die Küche. Sie liegt einen Stock tiefer und wir fahren mit dem Lift hinunter. „Sonst gehen wir Jungen natürlich zu Fuß“, erklärt mir Schwester Emilie, „aber mit dem Servierwagen können wir schlecht die Treppe hinunter und wieder herauffahren“, sagt sie lächelnd. In der Küche wartet bereits die dampfende Suppe. Die beiden Küchenschwestern kommen auf mich zu und begrüßen mich besonders herzlich. Dann fahren wir wieder hinauf und verteilen die Suppentöpfe auf die Tische. An jedem sitzen sechs Schwestern und pro Tisch haben wir einen Suppentopf. Alles hat hier seine Ordnung. So auch der Tischdienst. „Wir beginnen immer am Tisch der Vorgesetzten“, erklärt mir Schwester Emilie. „Der Tisch mit den jüngsten Schwestern bekommt als letzter das Essen! Dabei zählen nicht die Lebensjahre, sondern wie lange man bereits der Gemeinschaft angehört.“ Ich schöpfe mir als letzte die Suppe und beeile mich, damit ich rechtzeitig zum Abservieren fertig bin. Dann holen wir die Bratwürste und den Kartoffelsalat aus der Küche. Dazu gibt es für jeden Tisch eine Kanne Tee und Schwarzbrot. Während des Essens wird viel geredet und gelacht. Als Abschluss gibt es für jede von uns einen Teller mit vielen verschiedenen Sorten Keksen, Erdnüssen und Mandarinen. Zu viert gehen wir in die Küche und waschen ab. Ich werde zum Abtrocknen eingeteilt. Während wir arbeiten, höre ich aus dem Refektorium Weihnachtslieder. Wir beeilen uns beim Abwaschen. Die Küchenschwestern ziehen sich noch rasch um, indem sie ihr Küchenkutterl gegen den schwarzen Festtagshabit tauschen.

Sprache deutsch
Maße 140 x 220 mm
Gewicht 143 g
Einbandart Paperback
Themenwelt Literatur
Schlagworte Austritt • Diana Gabaldon • Ehe • ehelos • eheloses Leben • Erfahrungsbericht • Glaubenskonflikt • Hape Kerkeling • Hardcover, Softcover / Belletristik/Erzählende Literatur • Heirat • Hochzeit • ich bin dann mal weg • Katholischer Glaube • Kinderwunsch • Kirchenaustritt • Kloster • Klosterjahre • Klosterleben • Klosterschwester • Lebenshilfe • Metéora • Nonne • Nonne heiratet Mönch • Nonne liebt Mönch • Ordensbrüder • Ordensfrau • Pilgerweg nach Assisi • Priester • Secret Garden • verliebt • Zölibat
ISBN-10 3-902647-13-2 / 3902647132
ISBN-13 978-3-902647-13-9 / 9783902647139
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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