Beteiligungsmanagement in der Kommunalverwaltung am Beispiel der Stadt Hoyerswerda: Der Beteiligungsbericht als wichtigstes Instrument der Beteiligungsverwaltung und -steuerung (eBook)
63 Seiten
Bachelor + Master Publishing (Verlag)
978-3-95684-550-5 (ISBN)
Kai Petschick, Jahrgang 1977, wurde in Hoyerswerda geboren. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung in der Kommunalverwaltung seiner Heimatstadt. Berufsbegleitend erwarb er seine Verwaltungs-Diplome zum Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) und Informatik-Betrie
Textprobe: Kapitel 2.3, Beteiligungscontrolling: 2.3.1, Begriffserklärungen und Grundlagen: 'Unter einer Beteiligung wird allgemein ein gesellschaftsrechtlicher Anteil eines natürlichen oder juristischen Rechtssubjektes an einer Personen- bzw. Kapitalgesellschaft verstanden.' Man spricht im weiteren Sinne von einer 'öffentlichen Beteiligung', wenn sich eine Beteiligungsgesellschaft in unmittelbarer oder auch mittelbarer Trägerschaft einer Kommune befindet. Eine allgemeingültige Definition des Begriffs 'öffentliche Unternehmen' gibt es nicht. Es kann jedoch zumindest eine Unterscheidung zwischen privaten Unternehmen und der klassischen Verwaltung gezogen werden. Um sich einer Definition dennoch anzunähern, empfiehlt sich eine Aufschlüsselung in die einzelnen Begriffskomponenten 'öffentlich' und 'Unternehmen'. Das Adjektiv 'öffentlich' im Kontext von öffentlichen Unternehmen bezeichnet, dass sich die Vermögenswerte des Unternehmens im Eigentum der Kommune befinden, der Unternehmensgegenstand für jedermann zugänglich, und es im allgemeinen Interesse ist, dass die Leistungen von einem kommunalen Unternehmen erbracht werden. Als 'Unternehmen' werden Institutionen bezeichnet, die nach dem Erwerbsprinzip handeln. Dennoch ist eine klare Abgrenzung des Begriffes öffentliche Unternehmen von den Begriffen der öffentlichen Verwaltung und von privaten Unternehmen schwer zu vollziehen. Lediglich über juristische und ökonomische Kriterien, wie Eigentumsverhältnisse, Rechtsform, Bedarfsdeckung und Gewinnerzielung u.a., kann eine Abgrenzung erfolgen. Folglich dienen 'öffentliche Unternehmen' zur Gestaltung des Staates und werden als Instrumente zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben verstanden, die den Geboten der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit unterliegen. Als ein 'öffentliches Unternehmen' wird hingegen jene Beteiligungsgesellschaft gesehen, an der die Kommune mehr als 50 % des Nennkapitals oder des Stimmrechtes hält. Unter 'Controlling' wird ferner ein begleitender betriebswirtschaftlicher Service für das Management zur ergebnisorientierten Planung, Steuerung und Kontrolle der Beteiligung verstanden. Die Verwaltung soll mithilfe des Controllings zum ökonomischen Denken herangezogen werden und ökonomische Steuerungs- und Regelungssysteme optimieren bzw. etablieren. Somit kann das 'Beteiligungscontrolling' als ein Service für das Management von Beteiligungsunternehmen verstanden werden. Dem Beteiligungscontrolling als wichtiges Steuerungsinstrument des Beteiligungsmanagements wird eine Unterstützungs-, Koordinations- sowie Informations- und Innovationsfunktion zugewiesen. Ein funktionierendes Beteiligungscontrolling ist nur dann gewährleistet, wenn die Kommune ein unternehmensübergreifendes Gesamtkonzept vorweisen kann, welches mit branchenspezifischen Einzelkonzepten verknüpft ist. In der Fachliteratur wurden in der Vergangenheit verschiedene Ansätze der Begriffsbestimmung für 'Beteiligungscontrolling' unternommen. Nachfolgende Definition entspricht dem gegenwertigen wirtschaftlichen Verständnis des Beteiligungscontrollings: 'Das Beteiligungscontrolling ist die flexibel ausgestattete, auf das Gesamtziel ausgerichtete Koordination von komplexen Unternehmensstrukturen unter Berücksichtigung der beteiligungsindividuellen Führungsphilosophien mittels der Unterstützung der Steuerung durch die Planung und Kontrolle sämtlicher Unternehmensverbindungen, die eine nachhaltige Einflussnahmen erlauben und Erfolge bzw. Verluste innerhalb der Gesamtstruktur auslösen.' 'Erst Beteiligungsverwaltung und Beteiligungscontrolling zusammen ermöglichen ein umfassendes Beteiligungsmanagement bei öffentlichen Unternehmen.' So werden die kommunalpolitischen Ziele der Beteiligungspolitik durch das Beteiligungscontrolling gegenüber den Beteiligungsgesellschaften umgesetzt.
| Erscheint lt. Verlag | 1.2.2015 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung ► Staat / Verwaltung |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Unternehmensführung / Management | |
| ISBN-10 | 3-95684-550-1 / 3956845501 |
| ISBN-13 | 978-3-95684-550-5 / 9783956845505 |
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Größe: 2,9 MB
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