Parallelgeschichten

(Autor)

Buch | Hardcover

1728 Seiten

2012 | 4. Auflage

Rowohlt (Verlag)

978-3-498-04695-8 (ISBN)

Infos

«Ein großes Buch, leicht zu lesen und kaum auszuschöpfen.»
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Zwanzig Jahre nach seinem international gefeierten Buch der Erinnerung legt Péter Nádas sein Opus maximum vor. Als die Parallelgeschichten 2005 in Ungarn erschienen, wurden sie als ein «Krieg und Frieden des 21. Jahrhunderts» begrüßt.
1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Joggen im Berliner Tiergarten eine Leiche. Mit dieser kriminalistischen Szene beginnt der Roman, eröffnet zugleich aber auch die weitgespannte Suche nach dem düsteren Geheimnis einer Familie. Es ist die Geschichte der Budapester Familie Demén und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft werden. Die historischen Markierungen sind die ungarische Revolution 1956, die nachrevolutionäre Zeit, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 und die Vorkriegszeit der dreißiger Jahre in Berlin.
Der Roman entwirft ein Panorama europäischer Geschichte, in einer überwältigenden Fülle von Geschichten, die keine realistische Konstruktion zu einer Story vereinen könnte. Die eine große Metaerzählung des Romans jedoch bilden die Geschichten der Körper, die für Nádas zum Schauplatz der Ereignisse werden. Der
männliche und weibliche Körper und seine Sexualität prägen die Lebenswirklichkeit der Personen, sie sind das «glühende Magma», das «in der Tiefe ihrer Seele oder ihres Geistes ruhende Zündmaterial», das die Parallelgeschichten zur Explosion bringt.
Aufgrund seines analytischen Scharfblicks und der Kraft seiner Personengestaltung stellt die internationale Kritik Péter Nádas neben Proust. Wenn dessen großer Roman am Beginn einer literarischen Moderne steht, dann mag diese in den Parallelgeschichten ihre Vollendung finden.

Dieser Titel findet sich auf folgenden Listen

Liste: Preis der Leipziger Buchmesse 2012
Preis der Leipziger Buchmesse 2012

Die siebenköpfige Kritikerjury wählte unter 460 Einreichungen jeweils einen Sieger in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.

Autoren

Péter Nádas, geb. 1942 in Budapest, ist einer der bedeutendsten europäischen Erzähler. Er wurde u.a. mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, dem französischen Prix du Meilleur Livre Étranger und dem Leipziger Bucpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet. Péter Nádas lebt in Budapest und Gombosszeg.

Christina Viragh, geboren 1953 in Budapest, emigrierte 1960 in die Schweiz und lebt heute in Rom. Sie ist Schriftstellerin und übersetzt aus dem Ungarischen und Französischen. 2012 wurde sie mit dem Hauptpreis des Europäischen Übersetzerpreises Offenburg für ihre Übersetzungen aus dem Ungarischen ausgezeichnet.

Textauszug

Aus dem Ungarischen von Christina Viragh

Produkt-Details

Reihe/Serie Belletristik BV; 04695
Übersetzer Christina Viragh
Maße 140 x 215 mm
Gewicht 1246 g
Einbandart gebunden
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Preis der Leipziger Buchmesse; Übersetzung
ISBN-10 3-498-04695-0 / 3498046950
ISBN-13 978-3-498-04695-8 / 9783498046958
Zustand Neuware
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